W. Jürgens Wirtschaftsberatungs- und Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft, LB
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Einkommensteuer |
Häusliches Arbeitszimmer: Kein Abzug für Umbau des privat genutzten Badezimmers (BFH)

 

Kosten für den Umbau eines privat genutzten Badezimmers gehören nicht zu den abziehbaren Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer. Dies hat der , veröffentlicht am , entschieden.

Sachverhalt: Die zusammen veranlagten Kläger hatten im Jahr 2011 das Badezimmer und den vorgelagerten Flur in ihrem Eigenheim umfassend umgebaut. In dem Eigenheim nutzte der Kläger ein häusliches Arbeitszimmer für seine selbständige Tätigkeit als Steuerberater, das 8,43 % der Gesamtfläche ausmachte. Der Kläger machte für das Streitjahr 8,43 % der entstandenen Umbaukosten gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 und 3 EStG als Betriebsausgaben im Zusammenhang mit seinem häuslichen Arbeitszimmer geltend. Diese Aufwendungen in Höhe von rund 4.000 € berücksichtigte das FA – mit Ausnahme der Kosten für den Austausch der Tür zum Arbeitszimmer – nicht. Das hat der BFH nunmehr als dem Grunde nach zutreffend angesehen.

Fundstelle(n):
NWB TAAAH-24106

Einkommensteuer | Zwischengewinne als Verlust i.S. des § 15b Abs. 1 EStG (BFH)

 

Negative Zwischengewinne stellen grundsätzlich keine Verluste i.S. des § 15b Abs. 1 EStG dar. § 20 Abs. 2b Satz 2 EStG kann nicht dahin verstanden werden, dass ein vorgefertigtes Konzept i.S. des § 15b Abs. 2 Satz 2 EStG stets dann vorliegt, wenn sich ein Verlust im Rahmen der Anwendung des progressiven Steuersatzes auswirkt, während ein Gewinn lediglich dem Abgeltungsteuersatz unterliegt (; veröffentlicht am ).

Hintergrund: Vor Einführung der Abgeltungsteuer gaben vereinzelte Investmentfonds Anteile aus, bei denen ungewöhnlich hohe Zwischengewinne ausgewiesen waren. Die gezahlten Zwischengewinne wurden im Erwerbsjahr als negative Einkünfte aus Kapitalvermögen erklärt und mit übrigen tariflich zu besteuernden Einkünften verrechnet.

Fundstelle(n):
NWB JAAAH-24105

 

Einkommensteuer | Kein Verlustausgleich mit Kirchensteuer-Erstattungsüberhang (BFH)

 

Ein Erstattungsüberhang aus zurückgezahlter Kirchensteuer kann nicht mit Verlustvorträgen ausgeglichen werden und ist daher als Einkommen zu versteuern (; veröffentlicht am ).

Hintergrund: Gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 4 EStG ist die gezahlte Kirchensteuer als Sonderausgabe abzugsfähig. Sonderausgaben mindern nicht bereits den Gesamtbetrag der Einkünfte, sondern erst das Einkommen (§ 2 Abs. 4 EStG). Die Erstattung von in Vorjahren gezahlter Kirchensteuer wird vorrangig mit Kirchensteuerzahlungen desselben Jahres verrechnet. Entsteht dabei ein Kirchensteuer-Erstattungsüberhang, führt dies nach einer seit 2012 geltenden Neuregelung zu einem "Hinzurechnungsbetrag" (§ 10 Abs. 4b EStG).

Fundstelle(n):
NWB YAAAH-23569

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